Samstag, 17. November 2018

 

Eingewöhnung

Eingewöhnung / Übergänge

Eingewöhnung kann man nicht zeitlich begrenzen, denn jedes einzelne Kind mit seiner bisherigen „zarten“ Lebenserfahrung benötigt unterschiedliche Bedingungen und hat das Recht diesen neuen Lebensabschnitt in seinem Rhythmus zu bewältigen. 

Eine positive, individuelle Eingewöhnung eröffnet den Kindern und den Familien eine wertvolle Grundlage für jeden weiteren Übergang (Transition). 

Im Transitionsansatz (Griebel u. Niesel) spricht man von einem komplexen Veränderungsprozess, dessen Bewältigung mit allen Beteiligten zu gestalten ist. Eltern und Kinder erleben mit unterschiedlichen Emotionen diese sensible Phase.

In den ersten Wochen beginnen unsere „Neuankömmlinge“ mit einer Erkundungs- und Entdeckungstour.

Anfangs gibt es viele Herausforderungen, die auf die Kinder zukommen (z.B. Welchen Garderobenplatz habe ich? wo kommen meine Hausschuhe hin? was mache ich mit den verschiedenen Materialien? was mag ich essen? mit wem spiele ich und wie heißen nochmals all die Kinder oder die Erwachsenen?)

Um die Eingewöhnungszeit sanft und positiv zu gestalten, achten wir sehr auf die Bedürfnisse der einzelnen Kinder und wir halten regelmäßige Rücksprachen mit den Eltern.

Für die gesamte Gruppe bedeutet diese entstandene Orientierungsphase ein Neubeginn. 

Jedes einzelne Kind sucht sich seinen individuellen Platz in der Gemeinschaft, dadurch entsteht eine neue Gruppenkonstellation.   Um ein WIR -Gefühl zu spüren und das Zugehörigkeitsgefühl zu erfahren, schaffen wir für die Gruppe einen wertvollen, pädagogischen Rahmen.

pixabay_id016_1.jpg

 

Wenn das einzelne Kind ein „Wohlfühlgefühl“ offenbart, dann ist die Eingewöhnung wirksam und vielversprechend. 

 

„ Die Aufgabe der Umgebung ist nicht, das Kind zu formen, sondern ihm zu erlauben, sich zu offenbaren“

Maria Montessori

 

Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 13. Mai 2018 )